Evangelische Freiwilligendienste Weltweit

Herzlich Willkommen auf unserem Blog!
Wir sind 13 junge Erwachsene, die ab August 2017 in der ganzen Welt, hauptsächlich bei sozialen Projekten in Entwicklungsländern, Freiwilligendienste über die Diakonie Hessen leisten.

Hier halten wir Sie mit Berichten und Bildern aus aller Welt auf dem neuesten Stand.

Advertisements

Geschichten meiner Senioren

Es ist nun schon eine ganze Weile, die ich hier lebe. Und mit der Zeit reflektiert man immer mehr und mehr. Ich habe unglaublich viel in den letzten zehn Monaten gesehen als auch gelernt. Ich habe Dinge erlebt, die ich nicht erwartet hätte und bin einfach ziemlich glücklich in diesem Land.
Trotz all dieser bereichernden Erfahrungen kann ich meine Vorfreude auf Zuhause auch kaum verstecken. Es ist, wie wahrschienlich viele erwarten, ein Wechselbad der Gefühle. Weiterlesen

 

Mein Leben in Uganda neigt sich mit immer größer werdenden  Schritten dem Ende.

Ziemlich seltsam der Gedanke die ganzen Leute bald nicht mehr um sich zu haben, die man in dem letzten Jahr so schnell ins Herz geschlossen hat. Auf die Frage ob man bald wieder kommt, kann ich nur antworten „so bald wie (finanziell) möglich“.

Damit nicht jeder einzelne mich in den nächsten Wochen fragt, was ich vorhabe zu machen wenn ich zurück in DE bin, hier die Antwort: Meine Pläne sind vielseitig und für mich eventuell am Ende wegweisend genug um zu wissen ob und was ich für eine Ausbildung oder eventuell doch Studiengang mache. Pläne bedeutet in diesem Fall Jobben um geld zu verdienen und um weiter unabhängig zu bleiben, diverse Praktika (Eventtechnik, Kunst berufe, was sich so ergibt…) und selber Kunst machen um eine Kunstmappe zu gestalten. Außerdem möchte ich weiterhin in der Kinder und Jugndareit in der Gemeinde tätig sein sowie einige Projekte planen zu gunsten der Sosolya Family. (Spenden werden nach wie vor dringend benötigt! – Verpflegung, Grundstück kauf, Strom und Wasser)

Was geht sonst so:

Es sind Ferien, das Centre ist wieder belebt und spannend. Unterrichten tue ich 3x2h die Woche und Donnerstags mache ich die Tap-Stunde der Älteren mit. Ansonsten verbringe ich die Zeit trotzdem im Centre, zuhause oder bei 32° East wo ich mein Praktikum absolviert habe. 2 Tage wieder ohne Strom gelebt, weshalb ich den Blog im Centre schreibe und vom Trommel/Tanz training auf dem Innenhof beschallt werde 😀 …In 13 Wochen werde ich diese ganzen Geräusche wahrscheinlich vermissen… genau wie das Essen!

Auf meiner To Do List für die nächsten 2 Monate ist auf jeden Fall noch „Wie koche ich perfekt UG Fast Food“ mit meinem Mitbewohner und Koch Nganda geplant.

LG

Linda

Meine bisherigen Erkenntnisse

Nach fast neun Monaten in Uganda habe ich mir hin und wieder Gedanken gemacht. Man führt Diskussionen über Themen von denen man schon von Anfang an weiß, dass man durch die verschiedenen Kulturen unterscheidliche Meinungen hat.
Über manche Meinungen war ich einfach nur überrascht oder schockiert, andere waren mir schon im Vorhinein bekannt.

Wie mich diese Gespräche und das Leben in einer neuen Kultur verändert haben werdet ihr in diesem Blogbeitrag zumindest teilweise mitbekommen.
Denn die meisten Veränderungen werden wahrscheinlich meine Freunde und Familie feststellen, wenn ich zurück bin. Oder ich werde es selber feststellen, da sich mein altes Zuhause nicht verändert hat- ich aber schon! Weiterlesen

Mit KISI auf Tour :)

Hallo,

hier melde ich mich auch nochmal! Ich bin ich sehr viel unterwegs, deshalb habe ich nicht so viel Zeit gehabt für einen Blog Eintrag. Im Januar erst 2 Wochen in Österreich, danach 3 Wochen auf Tournee durchs ganze Land für Waisenkinder in Sambia, ein Oster Camp in Belgien, eine große Konferenz mit einem Camp für die Teenies und natürlich das KISI Fest letztes Wochenende bei unserem großen Bruder in Österreich. Hier erzähle ich euch alles, was so los war…. Weiterlesen

„Halbzeit“

6,5 Monate, 26 Wochen – Halbzeit in Kampala, Uganda. (7 Monate und 28 Wochen)

Wie schnell die Zeit verging. Gefühlsachterbahnen, gute und schlechte Tage, Tage welche zu schnell vergingen mit den richtigen Menschen. Und Menschen die in meinem Leben auftauchten und mir neue Wegen zeigen. Vieles hab ich schon gesehen, doch längst noch nicht alles. Es gibt noch eine Menge zu erleben in den kommenden Wochen, eine Menge zu erfahren und zu lernen.

Bis jetzt habe ich gelernt nicht alles so ernst zu nehmen – Kakana (ruhig, calm down) lautet das Motto – denn „Uganda Time“ kann einen typisch deutschen, welche immer pünklich ist, wie ich, laaange warten lassen. Auch ein Motto ist Mpola Mpola (langsam langsam). Verständlich, bei der Hitze ist schnell arbeiten eh viel zu anstrengend.

Ehrlich gesagt bin ich mir gar nicht so sicher, was ich schreiben soll. Was ihr hören wollt, was ich teilen will, was ich teilen kann….

Mein Alltag

Dezember 2017: Das Centre war voll. Alle waren da. Die Kids, die Lehrer und drei deutsche Freiwillige. Noch voller war der Stundenplan. Von morgens 7 bis abends 8 Uhr. Gestartet wurde mit 1h Workout, dann haben Meike und ich drei mal in der Woche von 8-10 Uhr unterrichtet. Mal Tap Dance (Stepptanz) oder Standarttanz. 10-10.30 Uhr Pause. Bis 12.30 Uhr ging es weiter mit Traditionellen Tanztraining von den älteren Schülern für die jüngeren und manchmal auch für Meike, Eva und mich. (Habe es doch relativ schnell aufgegeben…) Nach der Mittagspause gab es um 14 Uhr dann wieder 1h Workout, danach Tanztraining für Shows von den Professionellen Lehrern oder Eva‘s Temporary dance. Am Abend gab es meistens noch eine Feedback runde.

Ungefähr so sah unser Stundenplan für Dezember aus. Seit Weihnachten gibt es nichts aber auch nicht nichts zu tun.

Januar 2018: Die letzten Ferienwochen der Kids im Centre. (Sie haben etwas mehr Freizeit.) Dass neue Jahr fing mit einigen Shows an. Von Wonderwold in Kampala, Hochzeiten bis zu der einige Stunden entfehrnten Stadt Mazaka. Auch im Centre selbst hatten wir einigen Besuch aus NYC und Deutschlend. Studenten von der NY Universitiy kamen zu besuch und auch ein paar Famiilienmitglieder von Meike. Für ein paar Tage war auch Pamela aus NYC wieder im Centre um Tap Dance zu unterrichten. Da Meike und ich keine Zeiten für Unterricht bekommen haben, waren wir einfach so fast jeden Tag da und haben unsere Zeit mit den Kids verbracht. Ich habe die freie Zeit auch dafür genutzt einige Kunstmaterialien zu besoren und einen Workshop über „Plastic Waste Management“ zu besuchen, welcher in der Community um Banda (Gebiet in Kampala) von drei Künstlern veranstaltet wurde. Da Gott manchmal einfach so Menschen zusammen bringt, habe ich bei dem Workshop meinen jetzigen guten Freund Shahid, Reagan, mit dem ich eventuell zu dem gleichen Theme ein Workshop im Centre veranstalten werde und Teesa von der künstleragentur 32° East Arts Trust (Organisation, welche Künstler mit Arbeitsfläche, Finanziell, auf Ausstellungen untrstützt und begleitet) kennenglernt. Da mich die Arbeit in dem Gesundheitszentrum nicht mehr so reizt habe ich mich dann ende Januar bei 32° für ein Praktikum beworben und glücklicherweise wurde ich auch angenommen. Der Januar endete mit unserem Zwichenseminar in Nairobi, Kenia. Das Seminar war super schön, mit entspannten Leuten und vielseitigen Gesprächen. Mit neuen Imput und Gedanken ging es zurück nach Kampala.

Februar 2018: Mit einer fetten Erkältung bin ich in den Februar gestartet. Scheint als wäre mein Immunsystem im kalten Deutschland geblieben… Also lag ich erst mal zwei Tage in meinem kleinen stickigem Zimmer und habe versucht zu atmen (gesund zu werden). Ich hab mit Billiard spielen angefangen und war mit Shahid zu seinem ersten Studio Termin um seinen 1. Song aufzunehmen (er ist Rapper). Am 12.2. habe ich bei 32° East Arts Trust angfangen zu arbeiten. Mein neuer Arbeitsplatz befindet sich jetzt in einem grau gestrichenen Kontainer mit tollen MAC PC, WLAN und einer kleinen Büchrei mit Büchern über Kunst, African Art, Poetry etc und alten (tatsächlich) VHS Kassetten. Meine Aufgaben sind Fotos zu machen bei Veranstaltungen, Fotos zu bearbeiten und die Arbeit der Künstler zu dokumentieren. Außerdem war ich noch im Centre, wo mir Bro Swibu diesmal meine Haare (Natürlich nur die Seiten) geschnitten hat. Das erste Mal hat es Meike Ende Dezember gemacht.

Sooo. Soviel dazu.

Meine zukünftigen Pläne:

  1. Comic zeichnen Workshop – in Kooperation mit der Agentur Elupe (Comics, Animation). Noch in arbeit.
  2. „Plastic waste management“ mit Reagan, Shahid und Ricky. Auch noch in arbeit. Meine Vorstellungen sind, dass es vrschiedene Gruppen geben soll. Eine für erstellen von Skulpturen o.ä., eine Gruppe welche Poetry Slam Texte verfasst, etc. Eventuell können wir auch die Community um unser Centre herum mit einbeziehen um gemeinsam Lösungen für die Müll Situation zu finden.
  3. Bewerbungen schreiben.
  4. Auf meinen Besuch warten J *Bitte bringt After8 mit und mehr Kindershokolade.
  5. Maerz: Postkarten basteln, schmuck erstellen, etc. um es zu verkaufen…
  6. April Ferien – Lion King mit den Kids proben, eventuell ein paar Eier im Centre bemalen und verstecken…
  7. Mai/Juni! Die 2. Monate in denen ich etwas mehr reisen will. Wie ein Touri die paar Sehenswürdigkeiten in Kampala abklappern und Jinja erkunde. Eventuell noch ein paar abstecher zu den anderen Uganda Freiwilligen und mit meinen Freunden Billiard spielen, Bier trinken und „The Big Kafunda“ (Bar) unsicher machen werde.
  8. Juli/August.. Meine letzen 2. Monate genießen. Zeit mit den Kids verbringen. Herausfinden was ich weiterhin für die Sosolyas tun kann, wenn ich zurück in Deutschland bin.
  9. …14. August. : Abschied nehmen und auf den Weg zum Flughafen machen…

The End

P.S.          Naja.. Das wollte ich eigentlich schon vor 2 Wochen posten aber vieles hat Zeitlich dann doch nicht geklappt.

Die meisten Pläne, oben aufgelistet, kann ich wie es aussieht doch nicht machen, zumindest nicht in den nächsten 2 Monaten. Unser Stundenplan ist doch anders als erwartet. Aber mal schauen wie es wird. Zumindest Basteln mit den kleineren Kids wird klappen.

Das Praktikum läuft ziemlich gut. Meine Photoshop und InDesign skills sind auf jedenfall schon besser geworden. Erster Logo design – Check.

Mein erster warmer Winter

Hallo meine Lieben,

gestern hatte ich mein fünfmonatiges in Uganda, Yeahiii! Es war und ist wirklich etwas beosnders mal die Wintermonate in der Wärme zu genießen.

 

 

Das Champion-projekt:

ROTOM ist wahrlich nicht langweilig, ich habe fast immer was zu tun! Ich habe ja bereits vom Katuba Care Point und dem Hauptprojekt, den Seniorentreffen gesprochen, aber heute möchte ich über champions reden.
Eigentlich sind wir ja alle im gewissen Maße mal gewinner, jemand hat seine große Liebe erobert und gewonnen, man hat seinen Abschluss besonder gut geschafft oder einfach beim letzten Fußballspiel der Welmeisterschaft mit Deutschaland den Titel gewonnen. Aber diese Mädchen sind Siegerinnen, denn Sie haben oft als erste Person der Familie die Möglichkeit nach ihrem Abitur zusätzlich noch an die Uni zu gehen. Zugegeben ich dachte es gäbe noch weniger Unis in Uganda als es tatsächlich gibt, das kommt noch zu einem anderen Problem, aber dazu später.

Auf dem linken Bild sieht man Prossie, eine gute Freundin von mir, außerdem ist sie auch die Leiterin des Championprojekts und fragt mich immer total freudig, ob ich mit ihr die champions besuchen kommen möchte und das macht wirklich immer spaß! Außerdem ist Prossie selbst die Enkelin einer Jajja bei uns und war selber auch Chamion!!! Das ist keine Seltenheit noch einige weitere Damen der heutigen ROTOM Mitarbeiter sind ehemalige Champions. Das sie dann bei ROTOM eine Anstellung finden ist für sie was ganz besonderes. Die Arbeitslosenrate in Uganda für die Jugend ist nämlich sehr sehr hoch bei circa 70 %!!!
Bildung ist hier dann teilweise nicht mal mehr das Problem, jedoch gehen die wirklich gebildeten Leute und verlassen das Land. Da man in dem östlichen Nachbarland Kenia als Praktikant schon mehr verdient als in Uganda als Oberarzt! Das muss man sich mal vorstellen….. Ärzte verdienen hier etwa drei- vierhundert Euro…

Vor circa zwei Monaten habe auch alle Ärzte der öffentlichen Krankenhäsuern gestreikt und die Arbeit hing an den Krankenschwestern. Mittlerweile funktioniert es wieder.

Wenn ich die Mädels besuche rede ich mit ihnen und frage sie nach irgendwelchen Problemen oder Schwierigkeiten, die ihnen im Alltag begegnen.Ich besuche sie entweder in ihren Universitäten und sie zeigen mir dann auch ihre Hostels oder wenn gereade Ferien sind besuche ich sie zu Hause und lerne Geschwister, Eltern und Jajjas kennen.

Mittlerweile bekomme ich auch immer genauere Einblicke wie das Leben hier wirklich ist. Niemand zeigt gerne seine Gefühle, aber gerade solche tiefgründige Gespräche über Unterschiede und Erlebnisse der Kindheit sind gerade spannend!

HAHAHA und noch ein weiteres Update: Ich habe mir Braids machen lassen und so laufe ich jetzt den nächsten Monat noch mit ganz vielen kleinen Zöpfen rum und werde von allen spaßhaft als echte Muganda bezeichnet (Das sind die Leute aus dem Königreich des Zentrums )
Da Prossie eine gute Freundin hat, die Frisuren macht war das eine äußerst angenehme Sache und sie war glücklicherweise auch sehr vorsichtig mit meinen Muzunguhaaren und es war nicht so schlimm schmerzhaft wie ich es erwartet hätte!

Ich hoffe ihr alle seid gut ins neue Jahr gestartet und ich wünsche euch alles alles liebe für 2018!
Viele Liebe Grüße von Malaika

(so nennen mich alle hier, denn r und l wird gleich ausgesprochen und Malaika heißt Engel in den Bantusprachen, ist das nicht süß?)

 

Von der Ferienzeit

Also, hier mein zweiter Eintrag – ja, wieder etwas spät.

Meine generelle Stimmung ist einfach zu beschreiben – ich bin hier verdammt glücklich. Es fühlt sich unglaublich richtig an, hier zu sein. Dieses Land beeindruckt und fasziniert mich immer wieder aufs Neue. Daher habe ich auch gar kein Heimweh. Natürlich gibt es diese Momente, in denen ich gerne die eine oder andere Person hier hätte, aber 99% der Zeit fehlt mir Deutschland nicht. Weiterlesen